| Willkommen bei www.mormonen.de. Dies ist eine rein deutschsprachige Webseite über den Mormonismus. Sie ist weder im Besitz einer bestimmten Mormonenkirche, noch wird sie von einer solchen betrieben, sie ist vielmehr eine unabhängige Intitiative, um über Entstehung, Entwicklung und Lehren von mormonischen Organisationen und Weltanschauungen zu informieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den derzeit im deutschsprachigen Raum aktiven Gruppen. |
| Diese unabhängige Informationsquelle, als die www.mormonen.de bereits weithin bekannt ist, lief einmal Gefahr, von der größten mormonischen Gruppe (den Utah-Mormonen) übernommen zu werden. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beanspruchte für sich das alleinige Anrecht auf die Nutzung des Begriffes Mormonen, obwohl sie ihn offiziell als Bezeichnung ablehnt. |
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Die deutsche Rechtslage ist hier allerdings recht kompliziert. Da die HLT-Kirche nicht nachweisen konnte, daß Mormonen ihre wirkliche Bezeichnung ist, versuchte sie es so darzustellen, als ob schon immer und ausschließlich sie so bezeichnet worden sei. Es war leicht zu erkennen, was der wahre Grund für diese Behauptung war: Sie wollte die kritischen Informationen von einer Stelle entfernen, wo vielleicht jemand nachschauen könnte. |
| Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage kann auf eine lange Geschichte bei Änderungen von Lehre und fragwürdigen Praktiken zurückblicken. Sie ist über ihre eigene Geschichte beschämt und würde es vorziehen, wenn die Welt sie nur so sähe, wie sie von ihrer eigenen Öffentlichkeitsabteilung dargestellt wird. Sie gibt jährlich Millionen für Öffentlichkeitsarbeit und Missionarsanstrengungen aus, um sich selbst in reingewaschener Form zu präsentieren. Jede Webseite wie diese, die die Kirche aus einem kritischeren Winkel beleuchtet, muß um jeden Preis gestoppt werden. Mit einem geschätzten Jahreseinkommen von fünf Milliarden Dollar steht ihnen das Geld dazu zur Verfügung, sei es auf legalem Weg oder einfach durch Einschüchterung und Drohung mit rechtlichen Schritten. |
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Aber ich widersetzte mich der Absicht, mundtot zu machen was nicht geleugnet werden kann, und ich rief alle Befürworter von Ehrlichkeit und freier Meinungsäußerung im Internet und sonstwo auf, mir ihre Unterstützung in meinem Kampf um dieses grundlegende Menschenrecht zu geben, sowie für das Recht, das behalten zu dürfen, was ich rechtmäßig erworben und seither aufgebaut habe. Ich war nur ein armer Student, aber ich dachte, daß die HLT-Kirche die geballte Kraft der Internetgemeinschaft und sonstiger Anhänger von Recht und Redefreiheit unterschätzten. |
| Persönliche Unterstützung konnte durch das Einfügen eines Unterstützungsbanners, wie es unten noch zu finden ist, in die eigene Webseite gezeigt werden. Zwischen dem 3. August 1998 und dem 9. März 1999 hatten 1490 Besucher dieser Unterstützungsseite einen Besuch abgestattet und damit ihre Unterstützung von Aufrichtigkeit und freier Meinungsäußerung gezeigt. |
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Die HLT-Kirche verlangt von ihren Mitgliedern zehn Prozent ihres Bruttoeinkommens. Auf die Verfehlung, dieses Gebot nicht vollständig einzuhalten, folgt die religiöse Bestrafung. Die Kirchenführer schienen es für angebracht zu halten, das Geld des Herrn für diesen Rechtsstreit auszugeben. Mein studentisches Einkommen war nicht ganz mit den auf anderthalb Millionen Dollar geschätzten Tageseinnahmen der HLT-Kirche vergleichbar. Da es bei diesem Rechtsstreit aber um recht hohe Summen ging, gab es für die Verteidigung von mormonen.de anfänglich ein Spendenkonto, das die pekuniäre Grundlage für eine erfolgreiche Verteidigung in diesem ungewissen Fall legen sollte. |
| Eine Online-Unterstützer-Liste wurde eingerichtet, in die sich jeder eintragen konnte. Wer sich damals Gedanken um grundlegende Menschenrechte wie Gedanken- oder Meinungsfreiheit und den Schutz des persönlichen Eigentums machte, fand hier eine einfache Möglichkeit, Protest gegen die beabsichtigte Übernahme von mormonen.de durch die HLT-Kirche zum Ausdruck zu bringen. Mit dem Eintrag verbunden war das Versenden einer eMail an die europäische HLT-Verwaltungszentrale in Frankfurt am Main, die die Bedenken zusammenfaßte. In den sieben Monaten machten davon 70 Personen Gebrauch, dann wurde die Liste deaktiviert. |
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Es gab natürlich auch die Möglichkeit, eine eigene eMail an die Brüder zu verfassen, dazu wurde eine eigenes eMail-Formular genutzt. Je nach Interesse konnte das Schreiben direkt an Dieter F. Uchtdorf, Präsident des HLT-Gebietes Westeuropa, gerichtet werden. Bekanntgegeben wurde auch die Postadresse Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Dieter F. Uchtdorf, Porthstr. 5-7, 60423 Frankfurt, Deutschland und die Faxnummer +49 69 5480 2300. |
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